Das Ende des Fluchs - KG-Urteil in der Sache "Fluch der Karibik" rechtskräftig

von Dr. Sandra Wagner (Kommentare: 0)

Nach über 10 Jahren ist der Nachvergütungsanspruch des von Prof. Paul W. Hertin und von Dr. Sandra Wagner vertretenen Synchronschauspielers nun rechtskräftig!

Der BGH hat mit Beschluss vom 30. März 2017 die Nichtzulassungsbeschwerde der Gegenseite zurückgewiesen.

In der Sache ging es um einen Nachvergütungsanspruch des Sprechers der Hauptfigur aus "Fluch der Karibik" nach § 32 a UrhG. Zum ersten Mal hatte ein Synchronschauspieler den Nachvergütungsanspruch für sich geltend gemacht. Nach vielen Jahren des Prozessierens hat der BGH zunächst geklärt, dass auch Synchronschauspieler regelmäßig eine künstlerische Leistung erbringen und damit in den Anwendungsbereich des § 32 a UrhG (Nachvergütungsanspruch) fallen können.

Zunächst haben wir für den Sprecher einen Auskunftsanspruch erstritten, durch den wir uns einen Überblick über die Erlöse auf der Verwerter-Seite schaffen konnten. In einem zweiten Schritt haben wir dann ein Berechnungsmodell entwickelt, um die Ansprüche konkret zu beziffern. Dieses Modell wurde vom Landgericht Berlin in einigen Punkten angepasst, in der Berufung aber zu Gunsten des Sprechers in einigen Punkten auch wieder korrigiert. Somit haben wir nun endlich ein Berechnungsmodell, das das Kammergericht bestätigt hat.

Unter anderem gegen diese Berechnungen hat die Gegenseite Nichtzulassungsbeschwerde beim BGH eingereicht, die nun zurückgewiesen wurde.

Wir haben daher nun endlich die Situation, dass das entwickelte Berechnungsmodell im Wesentlichen von der Rechtsprechung bestätigt wurde und wir Synchronschauspieler in Zukunft konkreter zu ihren möglichen Nachvergütungsansprüchen beraten können.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Seite des IVS - InteressenVerband Synchronschauspieler hier

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