HERTIN streitet weiter für Rechte der Synchronschauspieler

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Schadensersatz bei Nicht-Nennung der Synchronschauspieler

LG Berlin 15 O 153/14

Das LG Berlin hat in einem nun rechtskräftigen Urteil einer von Prof. Paul W. Hertin geführten Klage stattgegeben, mit der das Unterlassen der Vorführung eines Kinofilms ohne Nennung des Synchronschauspielers im Vor- oder Abspann sowie die Zahlung von Schadensersatz für die unterlassene Nennung des Synchronschauspielers verlangt wurde.

Der Synchronschauspieler hat sein Recht auf Nennung nach § 74 Abs. 1 S. 2 UrhG geltend gemacht und war gegen einen Filmverleih vorgegangen, der den von ihm synchronisierten in Kino gezeigt hatte - leider ohne Nennung unseres Mandanten im Vorspann oder Abspann.

Das LG Berlin hat der Klage fast vollumfändlich stattgegeben und erneut den Wert der Synchronleistung als künstlerische Leistung bestätigt. Zudem hat das Gericht nicht nur dem Unterlassungsansprüch stattgegegen, sondern auch den Schadensersatzanspruch nach dem ursprünglich gezahlten Honorar bemessen. Begründet wurde dies mit dem "schwerwiegenden und nachhaltigen Eingriff in das Bennungsrecht". Danei setzte sich das LG Berlin erneut ausführlich mit den Allgemeinen Produktionsbedingungen der Synchronverträge auseinander und erklärte den Nennungsverzicht im Rahmen einer AGB Kontrolle für unwirksam nach § 307 BGB.

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