Ist Double-opt-in Werbung?

von (Kommentare: 0)

Das Entsetzen der Werbebranche war groß, als das OLG München vor zwei Jahren enschied, dass bereits die Anfrage, ob jemand sich für den Online-Bezug von Informationen werbenden Inhalts angemeldet habe, Werbung sei, für deren Versand eine Einwilligung des Empfängers vorliegen müsse (OLG München, Urt. v. 27.9.2012, 29 U 1682/12).

Nach unserem Eindruck hat sich an der Praxis des Double-opt-in durch die Entscheidung nichts geändert. Und das Urteil wird nicht nur von der Werbebranche - dort aus naheliegenden Gründen - abgelehnt. Nachdem das OLG Frankfurt den Standpunkt des OLG München als "äußerst" zweifelhaft" bezeichnet hat (OLG Frankfurt, Urt.v. 30.9.2013, 1 U 314/12),  führt nun auch das OLG Celle in einem obiter dictum aus, dass es "entgegen der Auffassung des Oberlandesgerichts München dazu (neige), die Übersendung einer Aufforderung zur Bestätigung im Rahmen des double-opt-in-Verfahrens nicht als unzulässige Werbung im Sinne des § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG anzusehen" (OLG Celle, Urt. v. 15.4.2014, 13 U 15/14). Damit ist alles wieder offen. weiter...

Zurück