Schadenersatz gegen Rechtsanwalt wegen sittenwidriger Abmahnung

von (Kommentare: 0)

Die Hertin Anwaltssozietät hat einen Rechtsanwalt persönlich auf Ersatz des Schadens in Anspruch genommen, der durch eine unberechtigte Abmahnung entstanden ist. Das Landgericht Berlin ging davon aus, dass der Rechtsanwalt zum Zeitpunkt des Ausspruch seiner Abmahnung wusste, dass die auf einen Wettbewerbsverstoß gestützte Abmahnung unberechtigt ist, weil seine Mandantin im geschäftlichen Verkehr gar nicht tätig war. Im konkreten Fall kam hinzu, dass die Mandantin vom Rechtsanwalt selber gegründet worden war, deren Director er – jedenfalls vorübergehend – war.

Weil es sich bei der abmahnenden Mandantin um eine britische Limited handelte, die mit 2,- £ kapitalisiert war, wurde der Rechtsanwalt persönlich auf Schadenersatz in Anspruch genommen. Das Landgericht Berlin folgte der Argumentation der Hertin Anwaltssozietät und stützte den Schadenersatzanspruch auf § 826 BGB(Vorsätzliche sittenwidrige Schädigung). Der Schaden bestand in der Erstattung der Rechtsanwaltskosten, die unserem abgemahnten Mandanten aufgrund der Abmahnung entstanden sind.

Zurück